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Alte Fernseher brauchen ab 1. August für das "Überallfernsehen" ein Zusatzgerät
Rems-Murr. Ab Montag, 22. Mai, wird der für den Rems-Murr-Kreis zuständige Sender auf dem Stuttgarter "Frauenkopf" mit der digitalen Fernsehausstrahlung beginnen. Bis zum 31. Juli wird gleichzeitig noch im bisherigen "analogen" Format ausgestrahlt. Danach wird es auf älteren Fernsehapparaten nur noch schneien. Zum Fernsehempfang ist für diese künftig ein Zusatzgerät erforderlich. In einigen Tälern des Kreises wird dies aber auch nichts nützen.
"DVB-T" ist die Abkürzung für englisch "Digital Video Broadcasting-Terrestrial" . Mit dieser kommenden digitalen Ausstrahlung des Fernsehpogramms wird die bisherige analoge Verbreitung des Fernsehprogramms abgelöst werden. Das bedeutet, dass Fernseher ohne Zusatzgerät, dem neudeutsch sogenannten "Receiver" , mit dem Ende der bisherigen analogen Ausstrahlung keinen Empfang mehr haben werden.
Denn ohne diese Zusatzgerät, das bei neueren Fernsehapparaten schon eingebaut ist, können die empfangenen Fernsehsignale nicht in Bildsignale umgewandelt werden.
Für die Umrüstung bleiben noch ein paar Wochen
Die Glücklichen, die einen digitaltauglichen Apparat schon besitzen können ab dem 22. Mai hiermit 9 neue Programme empfangen. Damit sind also dann 12 öffentlich-rechtliche Fernsehprogramme zu sehen. Private Fernsehanstalten sind weiterhin nur über Satelliten- oder Kabelempfang zu betrachten, da sich diese nicht an den Kosten der Ausstrahlung beteiligen.
Nach dem Start der digitalen Ausstrahlung läuft noch gleichzeitig bis zum 31. Juli die bisherige "analoge" Verbreitung des Fernsehprogramms. Danach ist damit aber Schluss.
Wer deswegen ab dem 1. August mit einem alten Fernsehapparat noch fernsehen will, der sollte sich in den nächsten Wochen im Fachhandel ein Zusatzgerät käuflich erwerben.
Dennoch wird dies nicht im jedem Fall einen Empfang des neuen Fernehprogramms garantieren. Denn die landschaftlichen Reize des Rems-Murr-Kreises machen sowohl analogen, als auch digitalen Fernsehwellen, die per Sendeturm verschickt werden, Probleme.
Die Berge, Hügel und Täler erschweren den Empfang der sich schnurrgerade ausbreitenden Fernsehwellen. Berge und Hügel haben aufgrund der Reflexion der ankommenden Wellen auf der Rückseite einen "Funkschatten" und Täler bilden oft "Funklöcher" .
Anhand von Kartenmaterial und Erfahrungen des analogen Systems wurden Prognosen erstellt, wo der Fernsehempfang Schwierigkeiten bereiten wird. Unter www.ueberallfernsehen.de können weitere Informationen abgefragt werden.
Bevor der Gebührenzahler also losstürmt, um sich ein Zusatzgerät zu kaufen, sollte er sich erst danach erkundigen, ob ihm die Anschaffung für das "Überallfernsehen" überhaupt einen Nutzen bringt.
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